viernes, 16 de julio de 2010

Praunheims Sex and the City 2

Source: http://www.queer.de/detail.php?article_id=12459
Rosa von Praunheim besucht in "New York Memories" seine Lieblingsstadt, in der er in den 70er und 80er Jahren das volle schwule Leben kennen lernte - heute hat sich einiges verändert.


Von Dennis Klein

Erzählt der inzwischen 67-jährige Regisseur von Manhattan, dann kommt er schnell ins Schwärmen. Von der kämpferischen Atmosphäre, in der schwule Aktivisten nicht weniger als die Welt verändern wollten. Vom Meatmarket-Distrikt, in dem er große, starke Männer in dunklen Hinterzimmern traf. Oder von den Lagerhallen am Ende der Christopher Street, in denen immer eine schnelle Nummer geschoben werden konnte. So war es bis in die 80er Jahre - dann kam Aids, Rudy Giuliani und Nine/Eleven.

In mehreren Filmen hat Praunheim bereits seiner Stadt ein Denkmal gesetzt. 2009 kehrte er zurück, um zu sehen, was aus seinen alten Freunden geworden ist und wie die nächste Generation zurecht kommt. Er porträtiert eine Reihe von deutschen Migrantinnen, denen er schon 20 Jahre zuvor in "Überleben in New York" ein Denkmal gesetzt hatte. Wie damals ringen sie noch um ihre Lebensentwürfe - sind aber im Laufe der Jahre etwas gesetzter geworden.

Heute sieht die ganze Stadt ganz anders aus. Manhattan ist aufgeräumt, relativ sauber, relativ sicher und relativ langweilig geworden, so Praunheims Fazit. Die Mieten für ein kleines Apartment sind von 300 Dollar auf 3.000 Dollar gestiegen - und damit haben Lebenskünstler und Aktivisten die Herrschaft abgegeben an Banker und Versicherungsangestellte.

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